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Zu jeder Schleppjagd gehört
traditionell auch eine musikalische Umrahmung durch Jagdhörner.
Signalhörner sind seit der Antike bekannt und wurden damals aus
Tierhorn gefertigt. Später wurden sie aus Holz, Ton, Elfenbein, Glas und
Metall hergestellt. Hörner aus Metall wurden am populärsten weil sich
zeigte, dass sie am besten formbar, am stabilsten und am haltbarsten
waren.
Auf seinem Weg zum Instrument hat sich insbesondere das französische
Jagdhorn schrittweise verlängert, vermehrt gebogen und aufgerollt, bis zu
seiner heutigen Form, einer Metallröhre von mehr als vier Metern Länge und
mehrmals um sich selbst aufgewickelt.
Ursprünglich wurde das Jagdhorn dazu eingesetzt alle
Ereignisse der Jagd über weite Entfernungen mittels Fanfaren zu
übermitteln. Jede Fanfare hat eine bestimmte Bedeutung. Das Repertoir
umfasst dabei Fanfaren für Tiere, für Platze oder Wälder, für Familien und
Meuten um hier nur die wichtigsten zu nennen. Insgesamt existieren
etwa 3500 Fanfaren. Das Jagdhorn war und ist teilweise auch heute noch
essentiell für die Kommunikation in mehr oder weniger dicht bewachsenem,
unwegsamen Terrain. So kann jeder auch ohne irgendetwas zu
sehen mitverfolgen was auf der Jagd gerade passiert. Ferner dienen
die Signale dazu, die Meutehunde zu führen und aufmerksam zu
machen.
Diese Tradition wird
weiterhin sehr gepflegt. Darüber hinaus intonieren heute viele
Bläsercorps nicht nur die traditionellen Signale, sondern auch
anspruchsvolle Musikstücke. Auf Jagden in Deutschland kam vor allem das
Fürst-Pless Horn und Parforcehörner in B und Es zum Einsatz, in
Frankreich das Parforce-Horn in Es oder der Trompe de Chasse in D sowie in
England das englische Huntinghorn:
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Heute ist man besonders in
Deutschland flexibel und bringt alle genannten Jagdhörner zum
Einsatz, je nach Geschmack der Veranstalter.
Wegen der Signalfunktion der Jagdhörner
oblag das Blasen früher und auch heute noch bei den Jagden auf lebendes
Wild, der Equipage. Leider gibt es in Deutschland nicht mehr viele
berittene Jagdhornbläser zur musikalischen Umrahmung von Schleppjagden, so
dass die Jagdhornbläser häufig von den Organisatoren an markante Stellen
der Jagd gebracht werden müssen und so die Musik bzw. Signale nicht
ständig verfügbar sind.
Eine besonders schöne Tradition ist
auch die Druchführung einer Hubertus-Messe bzw. eines Hubertus
Gottesdienstes im Vorfeld der Reitjagd. Mehr Infromationen hierzu finden
Sie in der Rubrik "Sanctus".
Literatur:
Christian von Loesch: Die Jagd in Rot; Leitfaden für Reitjagden. Hans
Christians Verlag, Hamburg
Hubert Bourdon: The cousins of the hunting horn;
www.trompes-de-chasse.com
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